AKTUELLES

sa, 11.02.23 | 18.00 uhr | fotofabrique

Lesung & Diskusion mit Dr. Marcel Sebastian

Streicheln oder Schlachten. Warum unser Verhältnis zu Tieren so kompliziert ist und was das über uns aussagt.

Es ist kompliziert – das bringt den Kern der Mensch-Tier-Beziehungen auf den Punkt. Während sich der Wert von Rind, Schwein und Co. für die meisten Menschen in Kilogrammpreisen misst, sind Haustiere häufig geliebte Familienmitglieder und durch nichts aufzuwiegen: Die einen sind für uns Jemand, die anderen Etwas. In seinem Buch „Streicheln oder Schlachten“ erklärt der Soziologe Dr. Marcel Sebastian, wie sich die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren verändert haben, wieso wir als Gesellschaft heute so kontrovers über die Zukunft dieser Beziehungen streiten und wie das gegenwärtige Mensch-Tier-Verhältnis immer häufiger in gesellschaftliche Konflikte und Krisen mündet.

Dr. Marcel Sebastian ist Experte für die Soziologie der Mensch-Tier-Beziehungen. Für seine Doktorarbeit hat er unter anderem in Schlachthöfen geforscht und analysiert, wie Schlachter mit dem täglichen Töten von Tieren umgehen. Er war Promotionsstipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und Mitbegründer der Group for Society and Animals Studies an der Universität Hamburg. Heute arbeitet er an der TU Dortmund, ist gefragter Referent und gibt Workshops. Als Interviewpartner ist er regelmäßig in den Medien zu sehen, von Ze.tt und Der Spiegel, über Deutschlandfunk Kultur und SWR2, bis WDR und ZDF.

Wir bitten um einen Beitrag zur Kostendeckung (Anreise der Referent*innen, Saalmiete, Catering etc.) auf Basis eines freiwilligen Unkosten­beitrages nach dem ­solida­rischen Prinzip. Der Betrag kann am Eingang entrichtet werden.

HART #8 „Streicheln oder Schlachten“ am 11.02.23 mit Dr. Marcel Sebastian

VORSCHAU

FR, 06.01.23 | 18.00 UHR | APPLE & EVE

Offenes Treffen zum Austausch und unverbindlichen Kennenlernen
 

Liebe Tierrechtsaktivist*innen und solche, die es werden wollen, wir veranstalten am 06.01., um 18.00 Uhr das nächste offene Treffen im Apple&Eve.

Wenn ihr euch also gern aktiv an den Hamburg Animal Rights Talks beteiligen wollt oder uns und HART einfach bei einem netten Beisammensein kennenlernen möchtet, freuen wir uns sehr auf euch und auf tolle Gespräche, Austausch und viele neue Ideen.

Es gibt übrigens keine Verpflichtung, etwas zu konsumieren. Bevor es daran scheitern sollte, sprecht uns gerne an. Die Kontaktdaten findest du auf unseren Seiten.

Wir danken euch bereits jetzt schon für eure Teilnahme und sagen bis bald!

UNTERSTÜTZE DAS HART-TEAM

Du lebst vegan, möchtest dich aktiv für Tierrechte einsetzen und kommst aus Hamburg oder der Umgebung? Dann schließe dich unserem Team an!
 

Wir organisieren gemeinsam Vorträge, Workshops und Filmvorführungen für Tierrechtsaktivist*innen und sind auf der Suche nach Verstärkung.

Mögliche Aufgaben fallen beispielsweise im Bereich der Planung, Organisation und Durchführung der Veranstaltungen, sowie in der Social Media- und Öffentlichkeitsarbeit an. Oder hast du Erfahrung mit und eventuell Equipment für Foto- oder Videoaufzeichnungen?

Dann schreibe uns gerne eine Nachricht unter hi@animalrights.hamburg oder komme zu einem unserer regelmäßigen offenen Treffen im Apple & Eve in Hamburg. Die Termine werden rechtzeitig auf unseren Social Media-Kanälen und auf dieser Seite bekanntgegeben.

Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen und uns mit dir auszutauschen.

ÜBER HART

Was sind die drängendsten Anliegen der Tierrechtsbewegung? Welche Entwicklung nimmt der internationale Aktivismus? Und wo liegen Chancen für künftige Fortschritte?

Diese Veranstaltungsreihe gibt Antworten: vielfältig, konkret und praxisnah. Erfahrene Tierrechtsaktivist*innen berichten hier in regelmäßigen Abständen von erfolgreichen Projekten und Kampagnen, von vielversprechenden Ansätzen und Strategien.

Ihre Vorträge und Workshops sowie aktuelle Filme dienen als Wissenspool und Anregung für alle, die sich für die Rechte der Tiere einsetzen möchten.

Die Hamburg Animal Rights Talks sind ein gemeinsames Angebot von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA), Komplex Tier und unabhängigen Aktivist:innen.

RÜCKBLICK

SA, 10.12.22

VORTRAG VON SARAH HEILIGTAG

„TransFARMation – von der „Nutztier“haltung zur friedfertigen Landwirtschaft und Tierbefreiung“

„Plötzlich sah ich, dass in dem Schweinekörper Jemand zuhause war“
Michael hat es in der Schweinezucht und -mast weit gebracht. Als erfolgreicher Unternehmer erledigt er seit längerer Zeit keine Stallarbeiten mehr, sondern leitet vom Büro aus, sämtliche betriebsrelevanten Belange. Am alles verändernden Tag muss er jedoch selbst in den Stall, da seine beiden Angestellten krank sind. Das Erlebte schildert er folgendermaßen:
„Ich war lange nicht mehr bei den Muttersauen. An diesem Tag waren meine beiden Angestellten krank, sodass ich selbst in den Stall musste. Zuerst ging ich zu den Muttertieren. Es erwartete mich ein Anblick, den ich nie erwartet hätte. Ja, es war ein ‚Anblicken‘ aus Augenpaaren, die mich zu verstehen baten. Im Blick der vordersten Sau meinte ich die Frage zu lesen: ‚Was tun wir hier, wie lange noch?'“

Sarah Heiligtag und ihr Team haben in den letzten vier Jahren über 100 Höfe in eine Umstellung zu einer Landwirtschaft ohne Tierausbeutung begleitet. Jeder Hof produziert heute pflanzliche Nahrung und ist damit unmittelbar Teil der Lösung der Krisen, die die größten Herausforderungen unserer Zeit bedeuten: die Gerechtigkeits-, Biodiversitäts- und die Klimakrise. Diese Umstellung hat sie mit dem Begriff TransFARMation versehen, da es um eine grundlegende Veränderung geht.

In ihrem Vortrag wirft Sarah einen Blick darauf wie es steht um die TransFARMation vier Jahre nach ihrem Start steht. Was die Motivatoren der Landwirt:innen und was sind die Herausforderungen sind. Was kann jede:r Einzelne dazu beitragen, dass sich auch in Deutschland immer mehr Höfe sich zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft weiterentwickeln und Tiere einfach mal in Ruhe lassen und warum die Tierrechtsbewegung die Landwirt:innen mit einbeziehen sollte.

 

SO, 19.06.22

VORTRAG VON FLORIAN HEINZE

In diesem Vortrag soll erklärt werden, warum das gesellschaftliche Verhältnis von Menschen zu Wildtieren bzw. der Umgang mit Wildtieren ein wichtiger Bestandteil für die Auseinandersetzung mit dem Mensch-Tier Verhältnis im Allgemeinen sein sollte und damit auch für eine aktivistische Praxis für Tierrechte und Tierbefreiung wichtig ist. An menschlichen Verhältnissen zu Wildtieren zeigen sich nämlich auf besondere Weise die anthropozentrischen¹ Ausrichtungen menschlicher Gesellschaften und damit die Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, um eine gerechte(re) Koexistenz² von menschlichen Individuen und Gesellschaften mit den Individuen anderer Spezies zu erreichen.

DO, 12.09.19

VORTRAG VON JAKE CONROY

„Ein Fall für Kampagnen: Den Wandel herbeiführen, statt ihn zu fordern“
(Englisch: „A Case For Campaigns: Making Change Instead of Asking For It“) (in englischer Sprache)

Während sich die Tierrechtsbewegung mehr und mehr auf die Änderung des individuellen Lebensstils durch Aufklärungsarbeit und Mahnwachen konzentriert, steigt die Zahl der jährlich geschlachteten Tiere weiter an. Was können wir tun, um diesen Anstieg zu verlangsamen und schließlich ganz zu stoppen?

Indem wir den Druck auf Unternehmen und Industrien erhöhen, anstatt uns auf Individuen zu verlassen, können wir eine Umkehrung dieses Trends bewirken. Wenn wir uns frühere Tierrechtskampagnen und andere erfolgreiche soziale Bewegungen ansehen, können wir erkennen, wie reale Veränderungen möglich sind.

Hamburg Animal Rights Talks (HART)

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